Wissenschaftliches Institut
der Niedergelassenen Hämatologen und Onkologen GmbH

Feedbackstrategien bei Qualitätsindikatoren

Hintergrund und Ziel

Das von der Deutschen Krebshilfe geförderte Projekt zu Qualitätsindikatoren konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Alle Informationen und Hintergründe zu dem Projekt finden Sie hier.

Darauf aufbauend wird die Erhebung der Daten aus Patientendokumentationen nun routinemäßig durch das WINHO fortgeführt. Teilnehmende Praxen erhalten eine Rückmeldung über die Qualität ihrer Versorgungsprozesse im Vergleich zu anderen Praxen sowie Hinweise auf mögliche Problemfelder. Die Ergebnisse geben somit wichtige Impulse an das Qualitätsmanagement einer Praxis und tragen zur Gewährleistung und Verbesserung der ambulanten onkologischen Versorgung in Deutschland bei.
Vor dem Hintergrund dieser Erhebungen fördert das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland (ZI) nun das Projekt „Feedbackstrategien bei Qualitätsindikatoren“. Das Projekt richtet sich auf den praktischen Nutzen von zurückgemeldeten QI-Ergebnissen für die Praxen. Inwiefern akzeptieren die Praxen die Ergebnisse und können sie als Anregung zur Suche nach Schwachstellen und letztlich für konkrete Veränderungsprozesse nutzen? Wie können die sogenannten Feedbackberichte an die Praxen optimiert werden, damit sie genau diese Zwecke erfüllen? Darüber hinaus soll untersucht werden, welche Hilfestellungen und Anregungen bei diesen Such- und Veränderungsprozessen für die Praxen nützlich sind. In diesem Zusammenhang wird auch überprüft, inwiefern Handlungsvorschläge aus Praxen, die die besten Ergebnisse erzielen, ableitbar und für andere Praxen hilfreich sind.

Methodik

Das Projekt besteht aus mehreren Teilphasen

1. Phase
Zunächst wird ein Set ausgewählter Qualitätsindikatoren in allen teilnehmenden Praxen erhoben. Die Ergebnisse der Erhebung werden an die Praxen zurückgemeldet (eigene Ergebnisse im Vergleich zur Gesamtheit der anderen Praxen). Folgende 6 Qualitätsindikatoren wurden für das Projekt ausgewählt:

Aus dem Modul ganzheitliche Betreuung und psychosoziales Wohlbefinden:

  • Erfassung des psychosozialen Status
  • Umgang mit psychosozialen Problemen

Aus dem Modul Therapieplanung und -durchführung:

  • Ergebnisse angeordneter Untersuchungen in der Patientenakte
  • Einverständniserklärung
  • Aufklärung über Osteopenie-/Osteoporosegefahr
  • Therapieplan

 


2. Phase
Auf Grundlage dieser Ergebnisse werden die Praxen nach der Akzeptanz und Bewertung der Rückmeldungen befragt. Es wird erfasst, welche Maßnahmen zur Problemidentifizierung und zur Optimierung der Abläufe in den Praxen eingeleitet wurden. In den Praxen, die in der Erhebung die besten Ergebnisse erzielten, werden Beschreibungen für die in den QI definierten Prozesse erstellt. Es wird überprüft, inwiefern diese Beschreibungen für die anderen Praxen hilfreich sein können.

3. Phase
Nach einem Jahr wird dasselbe QI-Set ein zweites Mal erhoben. Neben dem Vergleich der QI-Werte im Zeitverlauf soll insbesondere herausgefunden werden, inwieweit entsprechende Veränderungen auf die eingeleiteten Maßnahmen zur Qualitätsförderung zurückzuführen sind. Damit soll zudem die Reichweite der von QI angestoßenen Veränderungen bewertet werden.

Zeitplan

7/2015 bis 12/2016

Finanzielle Unterstützung

Ab dem 01. Juli 2015 wird das Projekt durch das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in der Bundesrepublik Deutschland (ZI) gefördert.