Die Messung von Versorgungsqualität – und damit auch der Behandlungsqualität – anhand von Qualitätsindikatoren setzt sich international immer mehr durch. Qualitätsindikatoren sind quantifizierbare Messgrößen, die helfen Schwächen und Stärken einer Praxis zu identifizieren. Sie geben wichtige Impulse an das Qualitätsmanagement einer Praxis. Das Qualitätsindikatoren-Projekt hat das Ziel, die Qualitätsbeobachtung und -berichterstattung in der ambulanten onkologischen Versorgung weiterzuentwickeln und zu verbessern.
Das Qualitätsindikatoren-Projekt gliedert sich in drei Phasen:
1. Entwicklung des Indikatorensets
2. Machbarkeitsanalyse
3. Pilotstudie
Die Pilotstudie zur Erhebung der entwickelten Qualitätsindikatoren ist eine Pionierleistung des WINHO, da Indikatoren, die spezifisch für Versorgungsprozesse im Verantwortungsbereich niedergelassener Hämatolog*innen und Onkolog*innen sind, bisher noch nicht erhoben wurden.
Weiterentwicklung der Qualitätsindikatoren
Eine kontinuierliche Weiterentwicklung des WINHO-Indikatorensets ist aufgrund des permanenten wissenschaftlichen Fortschritts und der Modifikationen von Leitlinien unerlässlich. Die WINHO-Indikatoren sind vielseitig und ausbaufähig. Sie könnten von allen an der ambulanten onkologischen Versorgungsstruktur beteiligten Einrichtungen genutzt werden – auch wenn sie in erster Linie für die Erfassung von Versorgungsprozessen niedergelassener Hämatolog*innen und Onkolog*innen entwickelt wurden.
Prospektive Datenerhebung
Auf verstärkt geäußerten Wunsch der niedergelassenen Onkolog*innen und Hämatolog*innen wurde ein weiteres Projekt absolviert: die Entwicklung einer prospektiven Erhebung von Qualitätsindikatoren. Der prospektive Ansatz soll die routinemäßige, indikatorgestützte Qualitätsberichterstattung weiter vorantrieben und so die Transparenz und die Information über die Arbeit und Leistung der onkologischen Schwerpunktpraxen verbessern. Hier finden sie weitere Informationen zu dem Projekt
Zeitplan
2009 bis 8/2014
Finanzielle Unterstützung
Die Qualitätsindikatoren-Studie wurde gefördert von der Deutschen Krebshilfe.