Multidisziplinäre Tumorkonferenzen

Multidisziplinäre Tumorkonferenzen: Strukturen, Prozesse und Anforderungen aus Sicht der Ärztinnen und Ärzte

Hintergrund:

Trotz ihrer wesentlichen Rolle in der Therapieplanung und -durchführung bestehen zum jetzigen Zeitpunkt erhebliche Wissens- und Forschungslücken hinsichtlich zentraler Merkmale multidisziplinärer Tumorkonferenzen (MTK). Dies betrifft insbesondere die Anzahl und Formen von MTK außerhalb zertifizierter Zentren, Varianzen in MTK aufgrund regionaler, organisatorischer und personeller Bedingungen, Zugangsmöglichkeiten zu MTK für ambulant tätige Ärzt*innen, Prozesse innerhalb der MTK, wie Kommunikation, die Qualität der Entscheidungsfindungsprozesse und deren Ergebnisse als auch deren Auswirkungen auf die Versorgung der Patient*innen.

Ziel:

Ziel des Projektes ist eine Bestandsaufnahme der Strukturen, Prozesse und Anforderungen sowie die Identifikation und Entwicklung von Ansätzen zur Qualitätssicherung und Qualitätsverbesserung von MTK in Deutschland.

Methode:

Basierend auf der aktuellen Forschungsliteratur zu MTK und der Analyse öffentlich zugänglicher Daten zu MTK wird ein Fragebogen für Ärzt*innen entwickelt. Dieser wird im Anschluss mittels Verfahren des kognitiven Pretestings geprüft und ggf. angepasst. Im Rahmen des Projektes werden bundesweit sowohl Teilnehmende von MTK aller Fachrichtungen als auch diejenigen, die nicht oder nur unregelmäßig an MTK teilnehmen, befragt. Die Befragung erfolgt anonym und online im Herbst 2021. Nach der Datenerhebung und -auswertung werden die Ergebnisse in einem Workshop mit Expert*innen diskutiert. Dabei sollen mögliche Ansätze zur Qualitätssicherung und Qualitätsverbesserung von MTK in Deutschland entwickelt werden.

Finanzielle Unterstützung:

Das Projekt wird über ein Jahr vom Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland (Zi) gefördert.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:

Dr. Kerstin Hermes-Moll
Wissenschaftliche Leiterin

0221 933191913